Höhere Benzinpreise, Pendlerpauschale & Kfz-Steuer … das ändert sich 2021 für Autofahrer

Es spricht wenig dafür, dass wir 2020 noch allzu lange nachweinen. 2021 darf kommen. Damit Ihr heute schon wisst, was auf Euch (im Straßenverkehr) im nächsten Jahr zukommt, haben wir die wichtigsten Neuerungen 2021 zusammengefasst.

Das Wichtigste in Kürze:
– Benzin & Diesel werden teurer
– höhere KfZ-Steuer bei hohem Spritverbrauch
– Pendlerpauschale erhöht

Benzin und Diesel werden teurer

Ihr habt Euch an die günstigen Spritpreise 2020 gewöhnt? Wir haben schlechte Nachrichten für Autofahrer*innen: Benzin und Diesel werden zum Jahreswechsel merklich teurer. Das liegt vor allem an dem Klimapaket der Bundesregierung, das ab 01. Januar einen fixen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne vorsieht. Die Maßnahmen dienen dazu, die Klimaziele zu erreichen. Vereinfacht gesagt: wer Waren oder Serviceleistungen anbietet, die CO2 ausstoßen, muss Steuern bezahlen. Neben Benzin und Diesel werden dadurch auch Flugtickets teurer oder zum Beispiel die Heizkosten etwas steigen. (keine Sorge, Ihr spart 2021 auch Geld: siehe “Pendlerpauschale” weiter unten)

Zusätzlich endet am 31.Dezember die Mehrwertsteuersenkung. Insgesamt wird der Preis für Benzin und Diesel deswegen vermutlich um zehn bis elf Cent pro Liter steigen.

Darüber hinaus sind die Ölpreise auf dem Weltmarkt bereits gestiegen. Mit etwas Zeitverzögerung kommt diese Preiserhöhung auch an der Tankstelle und damit bei allen Autofahrer*innen an.

Keine Lust auf hohe Spritpreise?

Wir haben die Lösung und halten uns dabei an das alte (ca. 12 Minuten alt, um’s genau zu nehmen) Sprichwort:

Mit vollem Tank ins neue Jahr
Dank ryd pay sparen: wunderbar

ryd empfiehlt: Vor Jahreswechsel noch mal volltanken. Nach Jahreswechsel den Spritpreisvergleich der ryd app nutzen und trotz höherer Benzin- und Dieselpreise sparen. Noch besser: bis 31. Dezember mit ryd pay und Mastercard bezahlen und zusätzlich 10 Cent pro Liter sparen.

Höhere Kfz-Steuer bei hohem Spritverbrauch

Ab 2021 fließt der CO2-Ausstoß des Autos stärker in die Berechnung der entsprechenden Kfz-Steuer ein. Vereinfacht gesagt: je höher der Spritverbrauch, umso teurer kommt der Wagen. 

Wichtig: die neue Regelung gilt nur für neue Autos. Für bereits zugelassene Fahrzeuge bleibt alles wie gehabt.

Neue Abgasnorm für Pkw

Ab 01. Januar 2021 müssen alle neu zugelassenen Autos die Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM erfüllen. Was ist neu an Euro 6d-ISC-FCM? Laienhaft könnte man sagen, dass die Abgasgrenzwerte unter realen Fahrbedingungen strenger geregelt sind als beim Vorgänger 6d-TEMP.

Der ADAC liefert eine praktische Übersicht aller Modelle auf seiner Website.

Erstzulassung nur noch für EURO-5-Motorräder

Ab 1. Januar 2021 können nach EURO 4 typgenehmigte Fahrzeuge der Klasse L nicht mehr zugelassen werden. Das betrifft vor allem Motorräder, darunter auch 125er-Motorräder.

Zwar soll es hier wegen Corona Ausnahmegenehmigungen geben, wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich darauf allerdings nicht verlassen. Zumal diesen Antrag nicht Ihr selbst, sondern der Fahrzeughersteller stellen muss.

Gaffern geht es an den Kragen

Gaffer – das darf man an dieser Stelle auch einfach mal so drastisch sagen – gefährden Menschenleben! Wer Rettungsarbeiten behindert, muss mit hohen Strafen rechnen. Ab 2021 mit bis zu zwei Jahren Haftstrafe oder einer Geldstrafe. Auch auf das Fotografieren und Filmen von Toten steht ab sofort eine hohe Strafe.

Hurra: die Pendlerpauschale wird erhöht

Die Pendler unter Euch haben Grund zur Freude. Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt und dabei (einfach) mehr als 20 Kilometer zurücklegt, erhält ab dem 21. Kilometer 5 Cent mehr. Also: 35 Cent pro Kilometer. Bei Strecken von bis zu 20 Kilometer bleibt alles wie gehabt. Hier beträgt die Pendlerpauschale 2021 wie bereits im Vorjahr 30 Cent pro Kilometer.

Die Führerscheinprüfung wird (etwas) schwieriger und teurer

Nachdem Führerschein-Neulinge an dieser Stelle in der Unterzahl sind, wollen wir diesen Punkt zur allgemeinen Freude nutzen. Streng genommen: zur Schadenfreude, weil es für alle anderen ab sofort schwieriger wird. Die praktische Fahrprüfung dauert ab Januar 2021 zehn Minuten länger und der Aufgabenkatalog wird erweitert.

Zusätzlich muss etwas tiefer ins Sparschwein gegriffen werden. Experten gehen davon aus, dass der Pkw-Führerschein 2021 um bis zu 30 Prozent teurer werden könnte.

19 % Mehrwertsteuer

Zum Jahresende nimmt auch die reduzierte Mehrwertsteuer ein Ende. Während das für viele Alltagsartikel nicht weiter entscheidend ist, wirken sich 3 % Unterschied umso mehr bei großen Investitionen aus. Groß, wie in: hat vier Reifen, ein Lenkrad und ist des Deutschen liebstes Hobby. Wer sich spontan noch ein Weihnachtsgeschenk machen will, sollte sich beeilen.

Guten Rutsch ins Neue Jahr 😉

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